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Ausgangslage

Der ökologische Handlungsbedarf, der Druck von Medien und Politik und die steigende Nachfrage seitens der Konsumentinnen und Konsumenten machen die biologische Produktion zu einer grossen Herausforderung für die Schweiz. Die biologisch bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche in der Schweiz stieg im Jahr 2019 um 8'750 Hektaren auf insgesamt 169'360 Hektaren an (Quelle: Bio Suisse), was 16 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Schweiz entspricht. Die Herausforderungen variieren jedoch von Kultur zu Kultur. Die Produktion von Bioaprikosen entwickelte sich beispielsweise nur langsam und nahm erst während der letzten drei Jahre Fahrt auf. Die Fläche stieg von 35 ha im Jahr 2017 auf 45 ha im Jahr 2018 und erreichte 55 ha im Jahr 2019 (Quelle: Biovalais).

Doch die Erträge sind nach wie vor unsicher und unterliegen, je nach Bedingungen im Jahresverlauf, grossen Schwankungen. Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz 70 Tonnen Bioaprikosen geerntet, 2018 waren es 140 Tonnen und 2019 sank der Gesamtertrag auf 120 Tonnen, obwohl die Produktionsfläche zugenommen hatte (Quelle: Bio Suisse). So kommt es, dass gewisse Produzenten die Umstellung auf Bioanbau in Angriff nehmen, während andere mangels Rentabilität die Bioaprikosenproduktion dezimieren oder gar aufgeben.

Ein erstes, zwischen 2017 und 2019 durchgeführtes Forschungsprojekt konzentrierte sich auf das Management der Spitzendürre, die als eine der Hauptkrankheiten der Aprikosenkultur gilt. Da sie im Bioanbau schwierig zu bekämpfen ist, wurde sie als ernsthafte Bedrohung für den Betriebszweig eingestuft. Aus dem Projekt ging einerseits hervor, dass zum Schutz der Kulturen derzeit nur begrenzt Lösungen existieren und dass diese nur teilweise wirken. Zum andern wurden je nach Sorte unterschiedliche Empfindlichkeiten festgestellt, wobei diese Unterschiede je nach Region und klimatischen Verhältnissen im Jahresverlauf stark schwankten. Dazu kommt, dass die gegenüber dieser Krankheit weniger empfindlichen Sorten nicht unbedingt die produktivsten sind oder hohe Ansprüche an die Kulturführung stellen, oder aber, dass die Händler eher andere Sorten nachfragen.

Das Projekt förderte auch zutage, dass es zahlreiche Faktoren sind, die die Rentabilität von Bioaprikosen oder Aprikosen, die ohne synthetisch hergestellte Pflanzenschutzmittel kultiviert werden, gefährden. Verantwortlich dafür sind verschiedene Krankheiten und Schädlinge sowie die Unkrautkontrolle, die im biologischen Anbau anspruchsvoll ist.

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